Arganöl
Das golden leuchtende Arganöl ist in Europa eine Delikatesse und wer es zur Zubereitung von Speisen oder auch in Kosmetik, zum Beispiel in Arganöl Creme, verwenden möchte, muss dafür eine verhältnismäßig hohe Summe bezahlen, nicht selten mehr als 80 Euro pro Liter Arganöl. Kosmetik, die unter Zugabe von Arganöl produziert wird, ist heutzutage genauso beliebt wie Aloe Vera Produkte. Grund für den hohen Preis ist die schwierige Gewinnung des Öls, die traditionell in Marokko stattfindet. Quelle des Öls ist ein Baum, der in Marokko beheimatet ist und der durch seine ungewöhnliche Form auffällt, wobei er meist mächtig in die Breite wächst und eine beachtliche Baumkrone ausbildet. Um das Arganöl zu gewinnen, müssen die Samen aus den Früchten herausgeholt und die Samen gemahlen werden, was eine besonders aufwendige und schwierige Prozedur darstellt. In Marokko ist die Produktion von Arganöl nicht industrialisiert und wird traditionell von Frauen durchgeführt, wobei diese viele Stunden harter körperlicher Arbeit in Kauf nehmen müssen. Lediglich einen Liter Arganöl kann man aus 30 Kilo Samen gewinnen, anhand dieses Verhältnisses lässt sich ablesen, wie aufwendig die Herstellung ist und wodurch sich der hohe Verkaufspreis rechtfertigt. Eben weil Arganöl in reiner Form sehr kostbar und teuer ist, wird der europäische Markt von Fälschungen überschwemmt, die auf einer Mischung von Arganöl und anderen billigeren Ölen basiert. Solche Mischung können leicht am Geruch erkannt werden, da reines Arganöl sehr intensiv und angenehm riecht, Mischung mit billigen Ölen hingegen ranzig sind und dadurch unangenehm auffallen.


